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Datum |
Ereignis(se) |
| 1 | 1560 | - 1560: Hugenotten
Etwa seit 1560 gab es die gebräuchliche Bezeichnung Hugenotten für die französichen Protestanten im vorrevolutionären Frankfreich.
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| 2 | 1562 | - 1562—1563: Hugenottenkrieg 1.
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Der Erste Hugenottenkrieg (1562–1563) war ein bewaffneter Konflikt zwischen Frankreichs Protestanten, den sogenannten Hugenotten, und Katholiken sowie der politisch zwischen den Parteien schwankenden Königinmutter Katharina von Medici, die seit Ende 1560 für ihren minderjährigen Sohn Karl IX. die Regentschaft führte. Er endete mit dem Edikt von Amboise, das den Hugenotten beschränkte Religionsfreiheit und zwei Sicherheitsplätze gewährte. Militärischer und politischer Führer der Hugenotten war Louis I. de Bourbon, Fürst von Condé, die katholischen Truppen unterstanden dem Kommando von Herzog Franz von Guise. Der Konflikt war der erste von acht Hugenottenkriegen.[1]
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| 3 | 1567 | - 1567—1568: Hugenottenkrieg 2.
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Der Zweite Hugenottenkrieg (1567–1568) war der einzige Hugenottenkrieg, den die französischen Protestanten (Hugenotten) offensiv führten, erneut unter Führung des Fürsten von Condé, Louis I. de Bourbon, prince de Condé.
Die Hugenotten setzten diesmal Schweizer Söldner ein, was politisch die Katholiken eher stärkte. Der Krieg startete mit einem Überraschungscoup gegen die königliche Familie: Der Fürst von Condé aus der Nebenlinie der Bourbon wollte Katharina von Medici die Regentschaft entreißen. Als das misslungen war, wurde das Edikt von Amboise von 1563 in etwa bestätigt. Da beide Parteien ihre Truppen mobilisiert ließen, ging der Krieg fast unmittelbar in den Dritten Hugenottenkrieg über.
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| 4 | 1568 | - 1568—1570: Hugenottenkrieg 3.
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Der Dritte Hugenottenkrieg (1568–1570) brach schon ein halbes Jahr nach dem Ende des Zweiten Hugenottenkriegs aus und führte erstmals zu größeren Kämpfen zwischen den französischen Protestanten, den Hugenotten, und der katholischen Partei. In der Schlacht von Jarnac wurden die Hugenotten am 13. März 1569 besiegt und ihr Führer Ludwig I. von Bourbon-Condé gefangen genommen und erschossen. Nomineller Sieger von Jarnac war der Bruder des Königs, der spätere Heinrich III.. Der neue Hugenottenführer Admiral Coligny musste sich auf die Defensive beschränken, konnte eine weitere Niederlage bei Moncontour nicht verhindern. Kriegstreiber auf katholischer Seite war der junge Herzog Heinrich von Guise, der nicht nur den früheren politischen Einfluss seiner Familie wiederherstellen, sondern auch den Mord an seinem Vater Herzog Franz I. von Guise rächen wollte.
Der Krieg endete mit dem Frieden von Saint-Germain (1570), der in etwa den früheren Friedensschluss von Amboise bestätigte.
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| 5 | 1572 | - 1572—1573: Hugenottenkrieg 4.
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Der Dritte Hugenottenkrieg (1568–1570) brach schon ein halbes Jahr nach dem Ende des Zweiten Hugenottenkriegs aus und führte erstmals zu größeren Kämpfen zwischen den französischen Protestanten, den Hugenotten, und der katholischen Partei. In der Schlacht von Jarnac wurden die Hugenotten am 13. März 1569 besiegt und ihr Führer Ludwig I. von Bourbon-Condé gefangen genommen und erschossen. Nomineller Sieger von Jarnac war der Bruder des Königs, der spätere Heinrich III.. Der neue Hugenottenführer Admiral Coligny musste sich auf die Defensive beschränken, konnte eine weitere Niederlage bei Moncontour nicht verhindern. Kriegstreiber auf katholischer Seite war der junge Herzog Heinrich von Guise, der nicht nur den früheren politischen Einfluss seiner Familie wiederherstellen, sondern auch den Mord an seinem Vater Herzog Franz I. von Guise rächen wollte.
Der Krieg endete mit dem Frieden von Saint-Germain (1570), der in etwa den früheren Friedensschluss von Amboise bestätigte.
- 23 Aug 1572—24 Aug 1572: Bartholomäusnacht
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Die Bartholomäusnacht (auch Pariser Bluthochzeit genannt, französisch Massacre de la Saint-Barthélemy) war ein Massaker an französischen Protestanten, den so genannten Hugenotten, das in der Nacht vom 23. zum 24. August 1572 stattfand. Admiral Gaspard de Coligny und weitere Führer der französischen Protestanten wurden dabei auf Befehl der Königinmutter Katharina von Medici ermordet. Sie waren anlässlich der (vermeintlich der Versöhnung dienenden) Hochzeit des Protestanten Heinrich von Navarra (des späteren Königs Heinrich IV.) mit Katharinas Tochter Margarete von Valois in Paris versammelt. In der gleichen Nacht wurden in einem Pogrom weitere Tausende Pariser Protestanten ermordet.
Das Massaker ist ein zentrales Ereignis der Hugenottenkriege. Es ist mit vier Ereignissen verknüpft: einem fehlgeschlagenen ersten Anschlag auf den Admiral Coligny am 22. August 1572; der zwei Tage später erfolgten Ermordung der Hugenottenführer einschließlich Colignys; einem danach einsetzenden Gemetzel in den Straßen von Paris; sowie einer Welle von Gewalt, die sich kurz darauf in fast ganz Frankreich ausbreitete.[1]
Die Bartholomäusnacht ist ein zentrales Datum in der Geschichte Frankreichs im 16. Jahrhundert und tief im kollektiven Gedächtnis der Franzosen verankert. Sie ist ein häufig in der Literatur und der bildenden Kunst behandeltes Motiv.
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| 6 | 1574 | - 1574—1576: Hugenottenkrieg 5.
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Im Fünften Hugenottenkrieg (1574–1576) zwischen den französischen Protestanten, den Hugenotten, und den Katholiken gab es keine größeren Schlachten.
Das langsame Sterben von Karl IX. überschattete das erste Jahr, in dem es noch gewisse militärische Aktivitäten gab. Der jüngste Bruder Franz intrigierte mit den Hugenotten, vor allem mit König Heinrich I. von Navarra, gegen den Thronfolger, den späteren König Heinrich III., der in der Ferne als König von Polen auf den Tod seines älteren Bruders wartete. Der königliche Bruder und Heinrich von Navarra wurden verhaftet, aber nicht hingerichtet. Da die Hugenotten Zulauf von bedeutenden Militärs bekamen, und ein aus dem protestantischen Deutschland gestelltes Hilfskorps hinzukam, riet der Herzog von Mayenne dem König (nunmehr Heinrich III.) zum Friedensschluss.
In dem ausgehandelten Frieden, dem so genannten Edikt von Beaulieu (Beaulieu-lès-Loches) vom 6. Mai 1576 erreichte Heinrich von Navarra bessere Konditionen für die Hugenotten als je zuvor: Religionsfreiheit (außer in Paris), jetzt acht hugenottische Sicherheitsplätze: Der aus Polen zurückgekehrte Heinrich III. wollte zunächst Ruhe haben.
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| 7 | 1576 | - 1576—1577: Hugenottenkrieg 6.
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Der Sechste Hugenottenkrieg (1576–1577) bestand im Grunde nur aus diplomatischen Manövern: Die von den Katholiken dominierten Generalstände von Blois akzeptierten die großen, den französischen Protestanten (Hugenotten) gemachten Zugeständnisse des Edikt von Beaulieu nicht, doch bestätigt der Frieden von Bergerac im September 1577 im Wesentlichen dessen Bestimmungen.
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| 8 | 1579 | - 1579—1580: Hugenottenkrieg 7.
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Der Siebte Hugenottenkrieg (1579–1580) erwuchs erneut aus der Unzufriedenheit der französischen Katholiken mit den Zugeständnissen, die den französischen Protestanten (Hugenotten) gemacht worden waren. Erneut gibt es keine ernsthaften Kampfhandlungen. Daher wurde 1580 der Friede von Fleix geschlossen, der das Edikt von Beaulieu und den Frieden von Bergerac aus dem Jahre 1577 bestätigte.
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| 9 | 1585 | - 1585—1598: Hugenottenkrieg 8.
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Der Achte Hugenottenkrieg (1585–1598) war der letzte und längste der Hugenottenkriege zwischen 1562 und 1598 – Bürgerkriege, die mit ihren Folgewirkungen Frankreich für etwa hundert Jahre schwächten.
Heinrich von Navarra setzte sich nach dem Aussterben der Valois als Heinrich IV. von Frankreich durch, obwohl er ursprünglich Protestant (Hugenotte im Sinne einer calvinistischen Auffassung) war.
Im Edikt von Nantes vom April 1598 gewährte er den Hugenotten beschränkte Religionsfreiheit, womit er durch hugenottische Sicherheitsplätze die Ängste der Hugenotten beschwichtigte. Der Krieg wurde ab 1588 auch ein internationaler Konflikt, der mit dem Freiheitskampf der Niederlande und dem englisch-spanischen Seekrieg zwischen Elisabeth I. von England und Philipp II. von Spanien wechselwirkte und in dem Frankreich sich trotz des Bürgerkriegs gegen Spanien behauptete.
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| 10 | 1618 | - 1618—1648: 30 jährige Krieg
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Der Dreißigjährige Krieg von 1618 bis 1648 war ein Konflikt um die Hegemonie im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation und in Europa und zugleich ein Religionskrieg. In ihm entluden sich auf europäischer Ebene der habsburgisch-französische Gegensatz und auf Reichsebene derjenige zwischen Kaiser und Katholischer Liga einerseits und Protestantischer Union andererseits. Gemeinsam mit ihren jeweiligen Verbündeten im Reich trugen die habsburgischen Mächte Österreich und Spanien ihre dynastischen Interessenkonflikte mit Frankreich, den Niederlanden, Dänemark und Schweden aus. Infolgedessen verbanden sich eine Reihe weiterer Konflikte mit dem Dreißigjährigen Krieg: der Achtzigjährige Krieg (1568–1648) zwischen den Niederlanden und Spanien, der Französisch-Spanische Krieg (1635–1659) und der Torstenssonkrieg (1643–1645) zwischen Schweden und Dänemark.
Als Auslöser des Krieges gilt der Prager Fenstersturz vom 23. Mai 1618, mit dem der Aufstand der protestantischen böhmischen Stände offen ausbrach. Dieser richtete sich gegen die Rekatholisierungsversuche des böhmischen Königs aus dem Haus Habsburg, der zugleich römisch-deutscher Kaiser war. Insgesamt folgten in den 30 Jahren von 1618 bis 1648 vier Konflikte aufeinander, die von der Geschichtswissenschaft nach den jeweiligen Gegnern des Kaisers und der Habsburger Mächte als Böhmisch-Pfälzischer, Dänisch-Niedersächsischer, Schwedischer und Schwedisch-Französischer Krieg bezeichnet wurden. Zwei Versuche, den Konflikt zu beenden, der Friede von Lübeck 1629 und der Friede von Prag 1635, scheiterten daran, dass sie nicht die Interessen aller direkt oder indirekt Beteiligten berücksichtigten. Das gelang erst mit dem gesamteuropäischen Friedenskongress von Münster und Osnabrück (1641–1648). Der Westfälische Friede legte die Machtbalance zwischen Kaiser und Reichsständen neu fest und wurde Teil der bis 1806 geltenden Verfassungsordnung des Reiches. Darüber hinaus sah er Gebietsabtretungen an Frankreich und Schweden vor sowie das Ausscheiden der Vereinigten Niederlande und der Schweizer Eidgenossenschaft aus dem Reichsverband.
Am 24. Oktober 1648 endete der Krieg in Deutschland. Seine Feldzüge und Schlachten hatten überwiegend auf dem Gebiet des Heiligen Römischen Reiches stattgefunden. Die Kriegshandlungen selbst, aber auch die durch sie verursachten Hungersnöte und Seuchen verheerten und entvölkerten ganze Landstriche. In Teilen Süddeutschlands etwa überlebte nur ein Drittel der Bevölkerung. Nach den wirtschaftlichen und sozialen Verheerungen benötigten einige vom Krieg betroffene Territorien mehr als ein Jahrhundert, um sich von deren Folgen zu erholen.
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| 11 | 1654 | - 1654: Erster Bremisch-Schwedischer Krieg
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Der Erste Bremisch-Schwedische Krieg (schwedisch Första bremiska kriget) war ein kriegerischer Konflikt zwischen dem Königreich Schweden und der Hansestadt Bremen im Jahr 1654. Er wurde um die Vorherrschaft im Gebiet des Herzogtums Bremen-Verden und um den Status Bremens als freie Reichsstadt geführt.
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